Samstag, 30. Oktober 2010

E-Bilanz, der Nacktscanner für Unternehmer?


Kommentar zu einer Veranstaltung in der SIHK 26.10.2010

Am 26.10.2010 fand in der SIHK ein Treffen zum Thema Elektronische Bilanz statt. Man sollte meinen, dass ein derartiges Thema heutzutage wenig Streitpunkte bietet. Weit gefehlt.

Steuerberater und Finanzverwaltung lieferten sich wahre Streitgespräche, da der Fiskus anscheinend die Gelegenheit nutzen möchte, noch mehr Daten von den Unternehmer zu erhalten, aber seine Anforderungen (noch) zu ungenau formuliert. „Sagen Sie uns, was Sie mit den Daten machen wollen, dann können wir sie besser aufbereiten“ meinte der DATEV-Vertreter zum Vertreter der Finanzverwaltung, der sich dazu aber in Schweigen hüllte.

Was ist für uns als Unternehmer zu behalten? Freiberufler und Kleinunternehmen, die eine "EÜR" erstellen, sind zunächst vom Thema nicht betroffen, alle anderen werden sich anpassen müssen und ggf. auch mehr an ihre Steuerberater zahlen müssen, da vermutlich eine Reform der Tarife ansteht.

Nachtrag 09.11.2010:  Link zum Bundesfinanzministerium - Entwurf einer Verordnung zur Festlegung eines späteren Anwendungszeitpunktes der Verpflichtungen nach § 5b des Einkommensteuergesetzes

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