Montag, 6. April 2015

Vorsicht – nicht blind und unvorbereitet in den eCommerce einsteigen


Vor ein paar Wochen suchte mich ein Jungunternehmer auf, der binnen ein paar Monaten seine (nicht geringen) Ersparnisse und weitere Gelder von Freunden und Familie mit einem Internetverkauf regelrecht dezimiert hatte.  

Im Irrglauben, dass es einfach wäre, über das Netz jede Art von Ware zu verkaufen, war er in alle Fallen getappt, die man sich nur vorstellen kann. Eine Abmahnung jagte die nächste, und nichts funktionierte so wie er es sich gedacht hatte. Nachdem ein sechsstelliger Betrag schon ausgegeben war, sollte jetzt ein Gründerdarlehen den Kauf weiterer Waren aller Art ermöglichen.

Ich bin die letzte, die Gründerinnen und Gründer davon abhält, im Netz verkaufen zu wollen, aber ich warne davor, sich ohne Vorwissen und ohne Vorerfahrungen in das Haifischbecken eCommerce zu wagen und halte zusätzliches Geld nicht für die Lösung für Unternehmen mit gravierenden Rentabilitätsproblemen. 

Geschäftsmodelle à la Zalando sind für Kleinbetriebe idR nicht realisierbar. Es muss binnen eines vertretbaren Zeitraums mindestens so viel Gewinn erwirtschaftet werden, dass der Unternehmerlohn und die Tilgungszahlungen gewährleistet sind. Wenn dieses laut Planung nur unter sehr unwahrscheinlichen Voraussetzungen gegeben ist, dann sollte man davon Abstand nehmen. 

Basiswissen zum eCommerce:

Zur fachlichen und kaufmännischen Voraussetzungen bei Gründungen: 

Foto © olly –fotolia.com

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